Eigenes Projekt

kellner-jobbörse.de

Jobportal für die Gastronomie

Gestartet ist das Projekt mit der Idee, eine optimale Jobbörse für die Gastronomie zu erschaffen, auf der nicht nur gewerbliche Arbeitgeber nach Personal suchen können, sondern auch private. Ohne jegliche Programmierkenntnisse, keinerlei Erfahrung im Webdevelopment-Bereich oder unternehmerische Erfahrungen, wollte ich mich dennoch dieser Herausforderung stellen und fing quasi bei Null an.

Durch meine jahrelange Erfahrung in der Gastronomie, wo ich in allen Bereichen arbeitete, hatte ich ein gutes Gefühl, welche Facetten und Möglichkeiten diese Branche mit sich bringt. Zunächst betrieb ich Bench-Marketing, was gibt es auf dem Markt, wie gut sind die Produkte und was kann besser gemacht werden, was wird nicht abgedeckt.

Daraufhin musste ich mich mit der unternehmerischen Seite auseinandersetzen und einen Business Plan erstellt. Welches unternehmerische Potential hat eine solche Jobbörse? Was muss ich bei einer gewerblichen Nutzung beachten?

Kernfeatures

  • Komplett eigenentwickelt
  • Responsives Layout
  • Vollautomatisierte Rechnungserstellung in PDF-Form
  • Umkreissuche
  • Gutscheincode

Rahmenbedingungen

Die Idee war da, das Potenzial erkannte ich, ein Konzept erstellte ich, nun ging es an die Umsetzung.

Meine wichtigste Frage war: CMS (Joomla oder WordPress) verwenden, so ein Produkt kaufen oder gar selbstentwickeln? Also recherchierte ich zunächst, welche Möglichkeiten es gibt. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Erfahrung im Webdevelopment hatte, aber definitiv benötigte, entschied ich mich für die Selbstentwicklung. Das schlagende Argument war, die volle Kontrolle, Überblick und Wissen über den Code.

Zu allererst beschäftigte ich mich mit Fragen zur technischen Umsetzung: Welche Programmiersprache soll ich verwenden? Welche Datenbank benötige ich? Wie validiere ich die Daten, server- oder clientseitig? Wie setze ich meine Features am besten um? Wie erstelle ich vollautomatisiert PDF-Rechnungen? Wie funktioniert eine Umkreissuche und woher bekomme ich die nötigen Geodaten?

Ich wälzte viele Bücher, arbeitete viele Online-Tutotials durch und recherchierte viel im Internet, um mir die nötigten Kenntnisse anzueignen. Großen Dank an JSFiddle, Stack Overflow, OpenGeoDB und an all die anderen Foren, die mich auf die richtige Spur gebracht haben.

Links sehen Sie den ersten Entwurf des Jobportals.

Vorgehen

Bei der Umsetzung ging ich sehr strukturiert vor: Zunächst machte ich mir Gedanken über die Features. Was muss die Seite haben? Welche Basics sind ein Muss? (Zum Beispiel Double-opt-in beim Registrierungsprozess) Was erwartet der User von einer Jobbörse?

Ich sammelte alle Anforderungen und erstellte Pakete mit entsprechenden Aufgaben (zum Beispiel: Registrierung, Login, Umkreissuche, Rechnung, Validierung), um sie nach und nach umzusetzen. Ich entwickelte zunächst lokal auf einer Testumgebung. Nach erfolgreichem Test einer Anforderung, implementierte ich diese auf der Live-Umgebung, die ich bei meinem Webhoster entsprechend vorher aufbaute.

Meine Aufgaben

  • Vision des Produktes
  • Erarbeitung der Anforderungen
  • Priorisierung und Umsetzung der Features
  • Testing der umgesetzten Features
  • Release Management
  • Aufsetzen einer Test-Umgebung
  • Generierung des bestmöglichen Business Values

Technische Umsetzung

  • HTML5
  • CSS3
  • JavaScript
  • JQuery
  • PHP
  • MySQL
  • AJAX für Umkreissuche und Gutscheincode
  • FPDF für PDF-Rechnungserstellung

Lessons learned

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Während der Umsetzung lernte ich sehr viel, nicht nur, dass so ein Portal machbar ist, sondern auch, dass ich mich in neue Themengebiete einarbeiten kann, dass ich ein erstaunliches Durchhaltevermögen besitze, dass mir dieser Bereich sehr viel Spaß macht.

In dieser Zeit saß ich oft vor dem Laptop und verzweifelte fast. Selbst vor dem Einschlafen dachte ich über Probleme nach, auf die ich währenddessen gestoßen bin. Wenn mir ein Lösungsansatz eingefallen ist, setzte ich mich sofort vor den Laptop und probierte den Ansatz aus, um am nächsten Tag damit weiterzumachen.

Immer wieder dachte ich, “das ist zu groß für Dich”. Doch mein Ehrgeiz ließ mich weitermachen. Ich recherchierte viel, probierte mehrere Lösungsansätze, bis ich das optimale für mich rausholte.

Kleine Erfolge und vor allem die Lösung komplexer Sachverhalte ermutigten mich, dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Heute bin ich sehr froh, dass ich mich in dieses Themengebiet eingearbeitet habe. Ich sehe mich selbst nicht als Entwickler, allerdings half mir mein erworbenes Wissen, mich in anderen Bereichen der Software-, Web- und App-Entwicklung zurecht zu finden und die Prozesse besser zu verstehen.